Blutdruck an App: Dampf ablassen
Apps in den Bereichen Gesundheit und Fitness boomen. Laut Hightech-Verband BITKOM hat sich ihre Zahl seit 2010 fast verdreifacht
Und so stellt sich dieser App-Markt aktuell dar: Rund 15.000 Apps sind heute im Gesundheitsbereich unterwegs. Die Anwendungen reichen von der Blutdruckmessung über Seh- oder Hörtests bis zur Überprüfung von Muttermalen. Vor allem auch chronisch Kranken kann die App so manchen Kontrollbesuch beim Arzt ersparen.
Wer an Diabetes, Bluthochdruck, Herzkrankheiten oder chronischen Schmerzen leidet, muss regelmäßig Vitalwerte wie Blutdruck, Puls oder Blutzucker protokollieren und sich an einen ärztlichen Therapieplan halten. Inzwischen erinnnern spezielle Apps den Patienten, wann welches Medikament in welcher Dosis einzunehmen ist. Die Werte werden direkt in die Applikation eingegeben, dort gespeichert und graphisch dargestellt. Jedes Messergebnis kann kommentiert werden. Das hilft, Schwankungen zu begründen und entsprechend gegenzusteuern.
Mit passendem Zubehör wirddas Smartphone sogar zum medizinischen Gerät, um beispielsweise mehrmals täglich per Teststreifen den Blutzuckerspiegel zu überprüfen. Ähnlich lassen sich Blutdruck oder Körpertemperatur messen und protokollieren. Die Daten können gespeichert, per Diagramm dargestellt und per E-Mail an den Arzt weitergeleitet werden.
Eine Prüfung durch die Stiftung Warentest hat inzwischen gezeigt, dass so ermittelte Werte ebenso zuverlässig sind, wie die klassischer Geräte.
Zum App-Markt insgesamt: Nach Berechnungen des BITKOM gibt es weltweit rund 520.000 verschiedene Apps. Der Markt für mobile Anwendungen erlebt derzeit einen regelrechten Boom: Der Umsatz mit Apps betrug 2010 in Deutschland rund 357 Millionen Euro. Das sind 80 Prozent mehr als noch ein Jahr davor. Die Aussichten für den noch jungen Markt sind dabei sehr gut, denn auch die Anzahl der kompatiblen Geräte wächst: Während 2010 noch 7,4 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft wurden, rechnet der BITKOM für 2011 mit 10,1 Millionen.
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