LKK-Versicherte im Kinzigtal verursachen weniger Kosten als im restlichen Baden-Württemberg
Eine hochwertigere und präventiv ausgerichtete medizinische Versorgung führt zu einem geringeren Ausgabenanstieg.
Dies legen wirtschaftliche Daten für die knapp 2.000 Versicherten der Landwirtschaftlichen Krankenkasse (LKK) Baden-Württemberg im Integrierten Versorgungsmodell Gesundes Kinzigtal nahe, die die Hamburger OptiMedis AG bekannt gibt.
Die Daten wurden erstmals für die Jahre 2005 bis 2010 ausgewertet. Die Kosten sind in diesem Zeitraum deutlich geringer gestiegen als in einer Vergleichsgruppe von über 16.000 LKK-Versicherten anderer Regionen Baden-Württembergs, im Jahr 2010 betrug die Differenz 327 Euro pro Versicherten. Diese Effizienzgewinne werden durch Vorsorge, eine übergreifende Versorgung, die Kooperation mit den Vereinen, Betrieben und Kommunen, die elektronische Vernetzung und mehr als 20 spezielle Gesundheitsprogramme erzielt.
Diese Kostenentwicklung hat mehrere Ursachen. Beispielsweise waren in 2010 die Ausgaben unter anderem für Arzneimittel und Krankenhausaufenthalte geringer als in der Vergleichsgruppe. Die Krankenhaus-Fallzahlen der LKK-Versicherten im Kinzigtal stieg zwischen 2005 und 2010 um 10,2%, wohingegen in der Vergleichsgruppe der Anstieg 33,1% betrug.
Bestätigt werden diese Ergebnisse durch eine externe Evaluation von Wissenschaftlern der PMV-Forschungsgruppe der Universität zu Köln. Diese untersuchten unter anderem die leitliniengerechte Versorgung bei Patienten mit Hypertonie, dem für LKK-Versicherte häufigsten Behandlungsanlass im ambulanten Sektor. Die Kinzigtaler Patienten erhielten im Jahr 2008 mit 70,2% deutlich häufiger eine leitlinienkonforme Betablocker-Therapie als eine nach Alter und Geschlecht standardisierte Vergleichsgruppe aus Baden-Württemberg (61,5%).
Quelle: Healthcare Marketing
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Ein Experten-Beitrag von Rechtsanwalt Dr. Achim Nolte zum Thema Patientenverfügung hier zum Download
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