Nummer drei

Die neu gegründeten Celenus-Kliniken siedeln sich in Offenburg an und verfolgen im hart umkämpften Reha-Markt große Pläne

Berthold Müller, Ulrich T. Egle und Bernd Fromm: Geschäftsführer der Celenus-Kliniken

Berthold Müller, Ulrich T. Egle und Bernd Fromm: Geschäftsführer der Celenus-Kliniken

Der Gesundheitsstandort Offenburg ist um einen weiteren Klinikkonzern reicher. Nach dem privaten Klinikkonzern Mediclin und dem seit Gründung hier ansässigen Ortenauklinikum zieht es auch die Celenus-Kliniken an die Kinzig. Im Gegensatz zu Ersteren ist Celenus allerdings ein unbeschriebenes Blatt. Noch. Denn das dreiköpfige Management – Ulrich T. Egle und Bernd Fromm als medizinische, Berthold Müller als kaufmännischer Geschäftsführer – haben große Pläne.


Hinter den Celenus-Kliniken verbergen sich acht Rehabilitationskliniken, die bis vor Kurzem noch zu den Hamburger Marseille-Kliniken gehörten. Müller, Egle und Fromm haben diese für einen zweistelligen Millionenbetrag per Management-Buy-out übernommen. Sechs der Kliniken haben ihren Standort in Baden-Württemberg, darunter in Gengenbach, Zell am Harmersbach und Bad Schönborn, je eine in Thüringen sowie in Sachsen-Anhalt. Insgesamt arbeiten rund 1000 Menschen für Celenus.


Der Reha-Markt ist ein hart umkämpftes Geschäft. Im Schnitt sind nur 80 Prozent der Betten in deutschen Rehakliniken belegt. Das macht das Geldverdienen schwer. Celenus begegnet dem Markt mit einem neuen Konzept: „Wir als medizinische Geschäftsführer agieren auf Augenhöhe mit dem kaufmännischen. Das sichert Qualität. Und nur mit der besteht man in diesem Markt,“ erklärt Fromm. Das Ergebnis: Die Bettenauslastung aller acht Kliniken liegt bei rund 97 Prozent.


In den kommenden fünf Jahren werden die bestehenden Kliniken im Verbund modernisiert. Müller hat dafür einen zweistelligen Millionenbetrag reserviert. Zudem soll Celenus weiter wachsen. Zukäufe sind fest eingeplant. „In
den nächsten sechs Monaten“, so Müller, werde etwas passieren. Schwerpunkt der Expansion ist zunächst Baden-Württemberg. Auch deshalb sei „der Standort Offenburg ideal“. Dort arbeiten derzeit fünf Mitarbeiter. Doch die Belegschaft soll mittelfristig auf bis zu  25 Mitarbeiter wachsen, ein Rechenzentrum entstehen.

Quelle: Econo-Ausgabe 8/2010

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